Dampfbremse – so funktioniert sie!

Dampfbremse – Dämmung, Feuchtigkeit und mehr

Die hauptsächliche Aufgabe einer Dampfbremse ist es, den Dämmstoff in Gebäuden vor Feuchtigkeit zu schützen. Dadurch gelangt der Wasserdampf nicht in die Dämmung des Gebäudes und wird folglich an der warmen Innenseite eines Gebäudes verbaut.

Die Dampfbremse oder Dampfsperre ist besonders im Dach ein wichtiger Bestandteil. Ganz wichtig hierbei ist, dass die Verbauung einwandfrei und luftdicht erfolgt.

Hierbei sprechen wir über eine dünne Folie oder Pappe. Die Hauptaufgabe ist, dass die Feuchtigkeit aus der Dämmung herausgehalten wird. Die Funktionsweise ist vergleichbar mit einer Membran. Eingedrungene Feuchtigkeit kann so nach außen hindurchdiffundieren.

Sofern die Dampfbremse nicht sauber von einem Fachmann verklebt wird, diffundiert die Feuchtigkeit nicht gleichmäßig, sodass sich feuchte Stellen ergeben. Das beeinflusst die Dämmung negativ oder macht die Dämmung gänzlich wirkungslos. Dadurch bildet sich Schimmel. Dieser würde die Dämmung dann zerstören.

Brauchen Sie eine Dampfbremse oder Dampfsperre?

Fälschlicherweise wird die Dampfbremse oftmals auch als Dampfsperre bezeichnet. Denn eine Dampfbremse ist niemals vollständig dampfdicht. Wahrscheinlich tritt dieses Missverständnis auf, da damals das Ziel die vollständige Abdichtung gegen Feuchtigkeit war.

In der heutigen Zeit ist dies allerdings nicht mehr das Ziel. Denn es gibt keine Dampfsperre mit einer hundertprozentigen Abdichtung. Folglich gelangt ohnehin Feuchtigkeit in den Raum. Nun muss diese abgeleitet werden. Deswegen wird mit Hinterlüftung gearbeitet, sodass die Feuchtigkeit abgeleitet werden kann. Man könnte also eigentlich sagen, dass die Dampfbremse eine logische Weiterentwicklung der Dampfsperre ist.

Wann benötigt man sie?

Dampfbremsen werden dann verwendet, wenn das Eindringen von warmfeuchter Raumluft in die Dämmung verhindert werden möchte. Dieses Vorhaben findet man vor allem bei Dächern wieder. Jedoch können diese auch theoretisch bei Innendämmungen von Wänden zum Einsatz kommen.

Bei den Innenwänden wird allerdings eher mit einem anderen Material gearbeitet. Hier findet man überwiegend Calciumsilikat oder Holzfasern vor. Deswegen findet die Dampfbremse von Rooofer ihren praktischen Einsatz in der Dachdämmung.

Die Dampfsperre wird in den meisten Fällen unter die Zwischensparrendämmung geklebt. Hier ist ein korrekter Verbau enorm wichtig und ausschlaggebend. Denn sie muss dicht sein. Ansonsten kann jeder noch so kleine Riss dazu führen, dass Feuchtigkeit in den Dämmstoff gelangt. Dadurch würde die gesamte Dampfbremse ihre Wirkung verlieren.

Zu Problemen kommt es, wenn einige Laien davon ausgehen, dass sie keine Dampfbremse benötigen. Schließlich kostet diese sehr viel Geld, was man sich gut sparen kann. Jedoch ist dies der falsche Ansatz. In der Tat kann es aber durch spezifische Dämm-Konstruktionen dazu kommen, dass auf eine Dampfbremse verzichtet werden kann.

Gibt es Alternativen zur Dampfbremse?

Es gibt einige Alternativen zur Dampfbremse. Beispielsweise könnte man bei einem Innenausbau auch OSB-Platten verwenden. Jedoch muss hier ein Blick darauf geworfen werden, wie luftdicht dieser aneinander montiert werden können. Ansonsten kann Feuchtigkeit durch die Luftspalte gelangen.

Ebenso könnte man auch PUR-Dämmplatten mit Nut & Feder dafür verwenden. Diese verfügen sogar über einen guten U-Wert.